Marktausblick

Monatlicher Marktausblick: März 2018

In diesem Monat liegt der Schwerpunkt auf unseren jüngsten aktualisierten Prognosen. Diese beinhalten eine angehobene Prognose für das globale Wachstum im Jahr 2018, das insbesondere in den USA zu einer Erhöhung der Inflationsraten führen könnte.

14.03.2018

Keith Wade

Keith Wade

Chefvolkswirt

Azad Zangana

Azad Zangana

Volkswirt

Craig Botham

Craig Botham

Schwellenländervolkswirt

Aktualisierte Prognose: Trump gießt Öl ins Feuer

  • Wir heben unsere globale Wachstumsprognose für das Jahr 2018 auf 3,5 % an. Das begründen wir mit der anhaltenden Stärke der Frühindikatoren und der weiteren fiskalpolitischen Expansion in den USA. Allerdings wird das stärkere Wachstum aller Wahrscheinlichkeit nach einer höheren Inflation Vorschub leisten, insbesondere in den USA, wo sich der konjunkturelle Druck intensiviert hat.
  • Es wird nunmehr erwartet, dass die US-Notenbank angesichts der Unterstützung durch fiskalpolitische Maßnahmen im Jahr 2018 vier und im Jahr 2019 zwei Zinsschritte unternehmen wird. Infolgedessen könnte sich der US-Dollar auch ungeachtet eines erneut drohenden Zwillingsdefizits festigen.
  • Unsere Szenarioanalyse zeigt, dass die Waagschale bei den Extremrisiken tendenziell in Richtung einer stagflationären und reflationären Entwicklung ausschlägt, wobei beide im Vergleich zum Basisszenario mit einer höheren Inflation verbunden sind.

Aktualisierte Prognose für Europa: Wirtschaft läuft auf Hochtouren

  • Die Wirtschaft in der Eurozone läuft auf Hochtouren. Der entscheidende Faktor für das Wachstum ist die Binnennachfrage, wobei der Aufschwung des Welthandels weiterhin positiv überrascht. Im Rahmen der Aktualisierung unserer Prognose nehmen wir erneut eine Aufwärtskorrektur beim Wachstum vor. Allerdings ist zu erwarten, dass sich die Inflation aufgrund der Stärke des Euro auf einem etwas verhalteneren Niveau bewegen wird. Derweil ebnet die Europäische Zentralbank den Weg für eine Straffung der Geldpolitik.
  • Die britische Wirtschaft hat sich von einer der stärksten Volkswirtschaften der G7-Staaten zu einer der schwächsten entwickelt. Die gestiegenen Inflationsraten üben nach wie vor Druck auf den Lebensstandard der Privathaushalte aus, und die Unsicherheit rund um den Brexit dämpft das Vertrauen der Unternehmen. Die Prognose für Großbritannien haben wir nach oben korrigiert. Dies war jedoch ausschließlich auf das starke Wachstum in den USA und in der Eurozone zurückzuführen. Auch die Inflationsprognose wurde – ebenso wie unsere Zinsprognose – angehoben. Es ist nunmehr davon auszugehen, dass die Bank of England aufgrund von Bedenken in Bezug auf Lieferengpässe noch in diesem Jahr einen Zinsschritt vornehmen wird.

Aktualisierte Prognose für die Schwellenländer: Bessere Aussichten

  • Das stärkere globale Wachstum dürfte den Handel ankurbeln, was wiederum den Schwellenländern zugutekommen wird. Wir haben unsere Prognose für die meisten BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) daher nach oben korrigiert. Der Inflationsdruck ist nach wie vor weitgehend unter Kontrolle, wird jedoch voraussichtlich im Jahr 2019 in vielen Fällen Zinserhöhungen unerlässlich machen.

Auf einen Blick

  • Was sind unsere wichtigsten Makro-Einschätzungen? Welche Risiken sehen wir für die Weltwirtschaft? Eine kurze Zusammenfassung.

Den gesamten Bericht finden Sie in englischer Sprache auf unserer luxemburgischen Seite.